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Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher │1

1 von 2 _ Zusammenschnitt aus dem zwei-stündigen Podcast vom 18.12.2010 : “Auszeit fürs Gehirn – Die produktive Kraft der Muße” mit Prof. Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher. “Für mich selber ist Muße, an den Punkt zu kommen, an dem man weiß, was man wirklich tun möchte”, sagt der Wissenschaftsjournalist und Sachbuchautor Ulrich Schnabel. “Das heißt nicht nur Abhängen oder Spazierengehen. Bei mir war es eben, das Buch zu schreiben. Der Grund für das Buch war meine eigene Betroffenheit, dass ich aus einer Phase des Gehetztseins raus wollte und mir sagte, ‘es muss doch anders gehen’.” Wir leben – so Schnabel – in einer Beschleunigungsgesellschaft, alles müsse immer schneller, effektiver gehen. Wie leben in einer Online-Gesellschaft, das Internet, E-Mails, SMS- und Handy-Terror bestimmten unseren Alltag. Unser Körper, unser Geist, aber auch unser Gehirn kämen nicht mehr zur Ruhe. Die Folge: Jegliche Kreativität gehe flöten. Deshalb plädiert Ulrich Schnabel in seinem neuen Buch “Muße. Vom Glück des Nichtstuns” für das Rückbesinnen auf die schöpferische Pause – so wie sie Dichter und Denker von jeher praktizieren. “Auszeit ist keine verlorene Zeit, sondern ich brauche sie, um Dinge zu sortieren nach Relevanz und Wichtigkeit. Man muss lernen, zu fokussieren und Dinge wegzulassen.” “Kreativ sein heißt mit spielerischer Neugier nach neuen Lösungen zu suchen”, sagt der Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther – ein großer Verfechter der Muße und der Gelassenheit. “Damit
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17.Jan.12 Kuenstlerhaus berlin Kommentare (6)